Lesung: Julian Mars „Jetzt sind wir jung“

15. April 2020 um 19 Uhr A08 1-116

Als ob die Sache mit dem Erwachsenwerden nicht schon kompliziert genug wäre! Felix fragt sich, warum es ihm manche Menschen besonders schwer machen müssen. Seine Mutter will ihn einfach nicht loslassen, seine Freunde gehen ihm die meiste Zeit auf die Nerven – und dann ist auch noch sein Ex-Freund Martin plötzlich zurück in der Stadt. Felix weiß, dass die beiden eher früher als später aufeinandertreffen werden. Und er hat gute Gründe, sich vor der überfälligen Aussprache zu fürchten. Irgendwann fängt das Leben an, ernst zu werden. Und Felix hat das Gefühl, dass dieser Moment unmittelbar bevorsteht.

Spring Break: Barcamp im Waldschlösschen


Do, 30.04.2020  — So, 03.05.2020

„Endlich, 2020 ist es soweit, die erste Springbreak geht als queeres Barcamp an den Start. Egal, ob queer, schwul, trans*, nichtbinär, a-spec, lesbisch, Demi-Boy, poly, … – Du bist eingeladen, dich ein Wochenende lang mit anderen jungen LSBTIQ*+ auszutauschen, Wissen zu teilen, Spaß zu haben, über Utopien zu fantasieren, zu fachsimpeln, Dich zu vernetzen und Dinge praktisch auszuprobieren. „

Schaut mal rein, hier findet ihr weitere Infos:

https://www.waldschloesschen.org/de/veranstaltungsdetails.html?va_nr=151

Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt

Dienstag, 21. Januar um 18:30 Uhr | Philosophisches Kino | cine k

Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt 
Regie: Rosa von Praunheim, Deutschland 1971, 67 Min.

Daniel (Bern Feuerheim) kommt nach Berlin und lernt dort zunächst Clemens (Berryt Bohlen) und später das Leben der Schwulenszene kennen. Sowohl die scheinbare Idylle der bürgerlichen Familie, als auch die neue Freiheit der Homosexuellen in der Großstadt in den 1970er-Jahren scheitern für ihn. Diese Situation wird zum einen durch die schwulenfeindliche Mehrheitsgesellschaft, zum anderen aber auch durch die damit verbundene Anpassung der Schwulen selbst erzeugt.

Rosa von Praunheim lieferte mit diesem Skandalfilm nicht nur einen der wichtigsten Bezugspunkte der Schwulenbewegung der 1970er-Jahre. Er sorgte darüber hinaus auch für eine noch heute relevante Diskussionsgrundlage über die Selbstverortung nicht nur der Homosexuellen, inner- und außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft.

Lesebühne zum Weltaidstag

3.12.19, 20h, Swutsch, Mottenstr. 21

Wir freuen uns besonders über queere Beiträge, die sich an die Thematik des Weltaidstag anlehnen, wie zum Beispiel zu Geschlecht, Sexualität, sexuellen Identitäten, Stigmatisierung und Wohlbefinden.

Zeitlich sollte euer Beitrag 5-7 Minuten nicht überschreiten. Ihr könnt sonst auch zwei kurze Texte lesen. Ihr könnt euch gerne anmelden unter schwuref@uol.de, gerne geben wir neuen Gesichtern den Vorrang.

Wir sind gespannt auf einen Abend der Vielfältigkeit, der eine heteronormative Sicht auf Menschen und Gesellschaft aufbricht. Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sämtliche sexistische, homo-, bi-, inter-, queer- oder trans*feindliche, rassistische oder in irgendeiner anderen Form menschenverachtende Äußerungen (auch als vermeintlicher “Witz”) auf unserer bunten Bühne keinen Platz haben.

—-Dazu gibt’s dann zwei Vorbereitungstreffen:

Schreibwerkstatt

19.11. & 26.11. ab 17 Uhr im Swutsch, Mottenstr. 21

Zusammen wollen wir uns an eigene Texte setzen, ausprobieren zu schreiben und erstes Feedback bekommen. Es wird auch kleine Schreibübungen geben für den Einstieg. Komm gern auch, wenn du ganz unerfahren bist, aber Lust auf‘s kreativ sein hast. 

Lesebühne zum Weltaidstag

03.12.2019, 20 Uhr, Swutsch (Mottenstr. 21)

Wir freuen uns besonders über queere Beiträge, die sich an die Thematik des Weltaidstag anlehnen, wie zum Beispiel zu Geschlecht, Sexualität, sexuellen Identitäten, Stigmatisierung und Wohlbefinden. Hier kannst Du Deinen eigenen Text vorlesen oder auch andere Texte hören rund um Gesundheit, Sexualität etc. Die Oldenburg Aidshilfe bereitet zudem ein vielseitiges Programm vor, unter anderem einen Infostand am 4.12.19 im Mensafoyer Haarentor.

Zeitlich sollte euer Beitrag 5-7 Minuten nicht überschreiten. Ihr könnt sonst auch zwei kurze Texte lesen. Ihr könnt euch gerne anmelden unter schwuref@uol.de, gerne geben wir neuen Gesichtern den Vorrang.

Wir sind gespannt auf einen Abend der Vielfältigkeit, der eine heteronormative Sicht auf Menschen und Gesellschaft aufbricht. Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sämtliche sexistische, homo-, bi-, inter-, queer- oder trans*feindliche, rassistische oder in irgendeiner anderen Form menschenverachtende Äußerungen (auch als vermeintlicher “Witz”) auf unserer bunten Bühne keinen Platz haben.

Dazu gibt’s dann zwei Vorbereitungstreffen als Schreibwerkstatt:
19.11. & 26.11. ab 17 Uhr im Swutsch, Mottenstr. 21
Zusammen wollen wir uns an eigene Texte setzen, ausprobieren zu schreiben und erstes Feedback bekommen. Es wird auch kleine Schreibübungen geben für den Einstieg. Komm gern auch, wenn du ganz unerfahren bist, aber Lust auf‘s kreativ sein hast.

AUSFALL: Lesung: Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund, Jayrôme C. Robinet

Krankheitsbedingter Ausfall


Freitag, 08. November 2019 – 18-20 Uhr, A01 0-004

Die Ankündigung des Verlags verspricht nicht zu viel, gelingt es Robinet doch mit jeder Schilderung immer wieder, den Weg der Transition anders darzustellen: mal unterhaltsam und zum Schmunzeln, mal ernst, schmerzhaft oder aussichtslos.
„Jayrôme hat früher als weiße Französin gelebt. Dann zieht er nach Berlin, beginnt Testosteron zu nehmen und erlebt eine zweite Pubertät. Ihm wächst ein dunkler Bart – und plötzlich wird er auf der Straße auf Arabisch angesprochen. Ob im Café, in der Umkleide oder bei der Passkontrolle, er merkt, dass sich nicht nur seine Identität, sondern vor allem das Verhalten seiner Umwelt ihm gegenüber radikal geändert hat. Er kann vergleichen: Wie werde ich als Mann, wie als Frau behandelt? Und was bedeutet es, wenn sich nicht nur das Geschlecht ändert, sondern augenscheinlich auch Herkunft und Alter? Mitreißend erzählt er von seinem queeren Alltag und deckt auf, wie irrsinnig gesellschaftliche Wahrnehmungen und Zuordnungen oft sind.“ (Hanser Verlag, 2019)

Ankündigung der Vollversammlung des Autonomen Schwulenreferates zur Wahl der Referenten, des Finanzbeauftragten und des stellvertretenden Finanzbeauftragten

Die Vollversammlung findet am Mittwoch, 13.11.2019, um 16 Uhr im Raum des Autonomen Schwulenreferates, M1-160, statt.

Wahlberechtigt sind alle schwulen Männer, die an der Carl von Ossietzky Universität immatrikuliert sind.

Tagesordnung

  1. Eröffnung der Vollversammlung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Feststellung und Genehmigung der Tagesordnung
  3. Wahl des Protokollanten
  4. Berichte
  5. Entlastung der Referenten
  6. Wahl der Referenten des Finanzbeauftragten und des stellvertretenden Finanzbeauftragten
  7. Verschiedenes

Die Bewerbungen sind bis zum 06.11.19 bei der Wahlleiter/in des Autonomen Schwulenreferates einzureichen. Die Bewerbung muss bis zur Schließung des AStA-Komplexes an dem Tag an welchem die Frist abläuft eingereicht worden sein.

Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus einem formlosen Schreiben aus dem die Bewerbungsabsicht hervorgeht mit Angabe

  • des Alters
  • des vollständigen Namens
  • einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung
  • der Semesteranzahl
  • Studienrichtung
  • Wohnanschrift
  • Bewerbungsabsicht
  • und Unterschrift.

Mehrseitige Bewerbungen müssen kenntlich gemacht werden.

Ansprechpartner sind die Wahlleiter des Autonomen Schwulenreferates.

Judith Butler und die Apologie der Gewalt. Zur Kritik ihrer ideologischen Positionen nach 9/11

Vortrag von Marco Ebert

25.10.2019 | 19 Uhr Raum A01 0-004

Die US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin Judith Butler wird an deutschen Universitäten vor allen Dingen mit ihren geschlechtertheoretischen Schriften der frühen 1990er Jahre assoziiert. Ihr politisches Engagement der letzten zwanzig Jahre, das sich in Schriften wie „Precarious Life“ (2004) oder „Frames of War“ (2009) niederschlug, bleibt in der akademischen Rezeption häufig unterbeleuchtet. Diese Texte, die Butler selbst auch als „Ethik der Gewaltlosigkeit“ verstanden wissen will, sollen eine Reflexion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 und dem war on terror darstellen. Explizit richtet sich die Akademikerin dabei an FeministInnen und LGBT-AktivistInnen im Westen. Gerade für diese Gruppen sei es wichtig eine politische Praxis zu entwickeln, die nicht für kriegerische Zwecke westlicher Regierungen instrumentalisiert werden könne. Als zentrale Mittel werden eine Neudefinition von Freiheit und Fortschritt und die Identifikation mit der eigenen Abhängigkeit gefordert.

Was zunächst nach radikalem Pazifismus klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Affirmation bestehender Gewaltverhältnisse und Indifferenz gegenüber realem Leid. Der Vortrag widmet sich der Kritik dieser von Butler forcierten Politik. Hierzu werden einige zentrale Textpassagen aus den oben genannten Veröffentlichungen der Autorin besprochen. Es wird zu zeigen sein, warum sich ihre Annahmen über die Gesellschaft nicht für eine emanzipatorische Kritik der sozialen Verhältnisse eignen. In einem zweiten Teil soll zudem dargelegt werden, wie Butler durch den gezielten Einsatz rhetorischer Tricks die eigenen ideologischen Positionen vor Kritik abschottet.